Bezirksvorsitzender Benjamin Taitsch zu Gast – Gipfeltreffen auf Zwieseler Hütte

Bay. Eisenstein. Die Junge Union (JU) im Landkreis Regen hat sich am Wochenende zum Gipfeltreffen am Gr. Arber getroffen. Mit dem neuen Vorsitzenden der JU Niederbayern, Benjamin Taitsch, diskutierte der CSU-Nachwuchs über tourismusnahe Mobilität und Verkehrsinfrastruktur.
Bereits seit Oktober vergangenen Jahres liefen die Vorbereitung für das zweitägige Gipfeltreffen auf der Zwieseler Hütte, das der JU Kreisverband in diesem Jahr erstmals durchgeführt hat. Den Arber habe man bewusst als wichtiges touristisches Ziel und Symbol für den gesamten Bayerischen Wald und die Nähe zu Tschechien und der Oberpfalz ausgewählt, wie Kreisvorsitzender Alexander Hannes verriet. Den Auftakt der Sommerveranstaltung bildete eine Wanderung von der Arber-Talstation über die Brennes-Fichte zur gipfelnahen und gut ausgestatteten Zwieseler Hütte. Eine weitere Gruppe an Nachwuchspolitikern legte den Weg auf die rund 1.443 Meter gelegene Hütte mittels Gondel der Arber-Bergbahn zurück.

Nach dem Aufstieg zum Gipfel, Kaffeepause und gemeinsamen grillen von regionalen Schmankerln folgte ein Kamingespräch mit Benjamin Taitsch, der seit rund sieben Wochen neuer Bezirksvorsitzender der JU Niederbayern ist. Kreisvorsitzender Hannes fragte Taitsch, ob „Grillen“ heute nicht schon fast ein politisches Statement sei. Taitsch erwiderte, die sehr viel erfolgversprechenden Möglichkeiten für besseren Umweltschutz liegen in mehr Nachhaltigkeit, also beispielsweise der Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit von Produkten, und nicht in zusätzlichen Steuern, etwa auf Fleisch.
Neben Fragen zur moderneren Kommunikation der CSU brachte Hannes die Themen Verkehrsinfrastruktur und Mobilität für Einheimische und Urlauber zur Sprache: „Wir sind das Klimakraftwerk Niederbayerns. Als Wirtschaftsstandort und für Pendler und Touristen brauchen wir aber auch schnellere Verkehrs- und Schienenwege“, so der Regener JU-Chef. Explizit nannte er die B11, B85 und die Ruselstraße und forderte Straßenbau als Strukturfördermaßnahme zu verstehen. Auch auf dem Schienenweg müsse es Verbesserungen geben und die Länderbahn-Strecke Gotteszell-Viechtach zum Regelbetrieb werden, insbesondere um den Tourismus im nördlichen Landkreis zu fördern so die JU. Taitsch, der sich an Anfang Juni bei einer Veranstaltung der Kreis-JU, bereits selbst ein Bild machen konnte, sicherte Unterstützung des Bezirksverbands zu. Taitsch betonte, wenn es diese Bahnverbindung gibt, müsse die Region ihr ÖPNV-Angebot langfristig darauf ausrichten. Er verwies auf Beispiele aus seinem Heimatlandkreis Dingolfing-Landau, bei denen betriebliche Busverbindungen zur Arbeitsstätte mangels Fahrgästen eingestellt wurden. Die Entwicklung der Bahnverbindung nach Viechtach sei hingegen sehr positiv, wie er feststellte. Diese Auslastung erreichten manche Bestandsstrecken nicht einmal. Andrea Fritz regte an, den zuständigen Staatsminister für Verkehr, Dr. Hans Reichhart, für einen Besuch in der Region einzuladen. Hannes informierte, dass es zwischenzeitlich Gespräche diesbezüglich gegeben habe und sich die JU für den Erhalt der Bahnlinie einsetzen werde.
Taitsch lobte den aktiven Kreisverband in Regen, der viele Veranstaltungen von „harter Politik“ bis „gemütlicher Geselligkeit“ durchführe. Er sei selbst zur JU gegangen, weil er etwas in seiner Heimatgemeinde bewegen wollte. Hannes hob das Engagement der JU Patersdorf für Verkehrssicherheit und Trinkwasser und der JU Zwiesel um den Jahnplatz als Beispiele hervor, wie die JU auf kommunaler Ebene viel bewegen könne. 2020 werde einige junge CSUler mit neuen Ideen für die Gemeinden und den Landkreis für die Kommunalparlamente kandidieren. Als Dank für den Besuch am Gr. Arber erhielt Taitsch eine Flasche „charakterstarken“ Bärwurz aus dem Zwieseler Winkel, bevor die junge CSU zur geselligen „langen Nacht“ am Arber überging. Als Vertreter des Kreisverbands Freyung-Grafenau nahm Fabian Clasen am Gipfeltreffen teil. CSU-Kreisvorsitzender Dr. Stefan Ebner übermittelte der JU seine Grüße und motivierte sie, sich konsequent für ihre Heimat einzusetzen und bei den Kommunalwahlen im März anzupacken.
Am Sonntag wurden die Frühaufsteher mit einem überwältigenden Sonnenaufgang und atemberaubenden Ausblick über die Berge und Täler des Bayerwalds bis zu den Alpenspitzen belohnt. Nach einem gemütlichen Frühstück folgte ein weiterer Höhepunkt: Der Besuch der Arber-Bergkirchweih. Aufmerksam verfolgten die JUler die Predigt im Zeichen der Schöpfung. Die Kritik an einem Klimarettungshype zulasten der Bürger kann die JU gut nachvollziehen. Zum Erhalt der Schöpfung sei jeder Einzelne mit gezielten Maßnahmen gefordert.
2020 wird die JU ihr Gipfeltreffen am Gr. Arber wiederholen. Termin ist der 22. August 2020.

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